In NatFair geht es darum, neue Wege zu finden, wie Naturkontakt gewinnbringend in den Betrieb integriert werden kann. In einem partizipativen Prozess werden gemeinsam mit Beschäftigten Naturkontaktmaßnahmen, die in wissenschaftlichen Studien wirksam waren, so angepasst und optimiert, dass sie nachhaltig in die reale Arbeitswelt integriert werden können. Anschließend wird die Wirksamkeit dieser geprüften Maßnahmen in Bezug auf Gesundheit, Naturverbundenheit, umweltbewusste Haltung der Mitarbeitenden und wahrgenommene organisationale Gerechtigkeit evaluiert.
Warum ist das wichtig?
Der Kontakt zur Natur, integriert in betriebliche Abläufe oder als Bestandteil betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF), ist ein wissenschaftlich geprüftes, wirkungsstarkes, aber bislang selten genutztes Instrument, um die Gesundheit und die mentale Leistungsfähigkeit von Beschäftigten zu fördern. Gleichzeitig verstärkt Naturkontakt umweltbewusste Einstellungen sowie Verhaltensweisen. Gemeinsame Erlebnisse mit und in der Natur können das gute Miteinander von Teams unterstützen und gerade dort die Kooperation fördern, wo der Zusammenhalt durch mobiles Arbeiten brüchig wird. Naturkontakt fördert darüber hinaus die Bereitschaft zu nachhaltigem Handeln im Betrieb.
Wie gehen wir vor?
Wir sind auf der Suche nach interessierten Abteilungen oder Teams aus Betrieben, die gemeinsam mit uns den Prozess durchlaufen möchten. Diesen Prozess möchten wir mit zwei kostenfreien Workshops starten, in denen nach Wissensvermittlung durch unsere Expert*innen gemeinsam Ideen für betrieblichen Naturkontakt entwickelt werden können. Diese Ideen werden konkretisiert und durch unsere Begleitung in den folgenden Monaten umgesetzt und dabei wissenschaftlich evaluiert.
Was sind Vorteile einer Teilnahme?
Neben den unmittelbaren förderlichen Effekten auf die Gesundheit und die Kooperationsbereitschaft der Mitarbeitenden in Fragen der Nachhaltigkeit erwarten wir durch die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung am BGF auch eine Steigerung der Wahrnehmung der Belegschaft in Bezug auf das psychosoziale Sicherheitsklima im Betrieb. Dieses fördert Arbeitszufriedenheit und wirtschaftlichen Erfolg. Im Prozess liegt der Fokus auf einer guten Zusammenarbeit im Team. Nicht zuletzt kann eine Teilnahme an unserem Projekt dabei unterstützen, die Anziehungskraft für Bewerberinnen und Bewerber zu stärken, da die Priorisierung von Betrieben zu den Themen Wohlbefinden, Gesundheit, einem guten Miteinander unter Beschäftigten sowie ökologische Nachhaltigkeit bei der Berufswahl immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Seit dem Projektbeginn im März 2025 konnten bereits erste Unternehmen den Prozess starten und gemeinsam mit uns Naturkontakte planen. Bis Februar 2028 läuft das Projekt weiter und bietet auch anderen Unternehmen diese tolle Möglichkeit.
Wir freuen uns über noch mehr Personen, die an einer Teilnahme interessiert sind!
Wer steckt dahinter?
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Es verfolgt einen interdisziplinären Ansatz durch die Kooperation von verschiedenen Institutionen:
Studienleitung
Wissenschaftliche Projektpartner
- Henkel-Stiftungslehrstuhl für Sustainability Management an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Universitätsklinikum Ulm
- Institut für Biometrie und Epidemiologie, Deutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e.V.
Partner*innen aus der Praxis
- Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH
- BAUM e.V. Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, Hamburg
- m.Partners GmbH München
NatFair im BiNeN-Netzwerk
Wir können das Netzwerk bereichern, indem die Erkenntnisse, die im Laufe des Projektes gewonnen werden, die Perspektive erweitern und aufzeigen, dass Naturkontakte nicht nur „eigene Sache“ sind, sondern auch gewinnbringend für Betriebe sein können.
Wir erhoffen uns, dass wir über das Netzwerk auf naturbegeisterte Personen stoßen, die in Rücksprache mit ihren Betrieben treten, um eine Teilnahme möglich zu machen.


