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Kranichzug

  • Eine Gruppe Kraniche (Grus grus) am Abendhimmel, (c) Helene Germer/NABU-naturgucker.de
    Eine Gruppe Kraniche (Grus grus) am Abendhimmel, (c) Helene Germer/NABU-naturgucker.de

Im Herbst und Spätwinter ziehen  → Kraniche (Grus grus) über Niedersachsen und sind dabei oft schon von Weitem zu hören und zu sehen. Ihre trompetenden Rufe und die großen Flugformationen machen den Zug dieser Vögel zu einem besonderen Naturerlebnis.

Viele der Kraniche, die auf ihrem Zug durch Niedersachsen zu beobachten sind, kommen aus den nordostdeutschen Brut- und Rastgebieten sowie aus Skandinavien. Häufig findet der Zug an wenigen Tagen statt, an denen günstige Wetterbedingungen wie Rückenwind und Hochdruckwetterlagen den Vögeln den Weiterflug erleichtern. Auf ihren kräftezehrenden Reisen sind sie außerdem auf geeignete Rastplätze, ausreichend Nahrung und möglichst ungestörte Lebensräume angewiesen. Auch menschengemachte Gefahren können für die Tiere zur Bedrohung werden. 

Mit euren Beobachtungen könnt ihr dazu beitragen, das Zugverhalten der Kraniche besser zu verstehen und wichtige Erkenntnisse für ihren Schutz zu gewinnen. Helft mit und meldet eure Kranichbeobachtungen!

Beobachtungen melden

Mitmachen ist ganz einfach: Geht raus in die Natur, haltet Ausschau nach Kranichen und meldet eure Beobachtungen. Die Aktionsseite → Kranichzug lässt sich mit allen Geräten ganz einfach per Browser aufrufen. Dort findet ihr ein Artporträt des Kranichs (Grus grus) mit Informationen zu seinem Aussehen und seiner Lebensweise. Auch andere Vogelarten werden vorgestellt, die am Himmel ein ähnliches Flugbild wie eine Kranichformation zeigen können.

Das bebilderte Meldeformular unterstützt euch zusätzlich bei der Bestimmung. So könnt ihr eure Beobachtung direkt eintragen und dokumentieren. Auch bereits gemeldete Beobachtungen des Kranichzugs könnt ihr auf der Aktionsseite aufrufen und ansehen.

→ Kranichbeobachtung melden!

Falls ihr mehr über die faszinierende Welt der Vögel erfahren möchtet, könnt ihr einen der kostenlosen → Kurse der NABU|naturgucker-Akademie besuchen. Hier findet ihr Lernangebote zu den Grundlagen der Vogelwelt, zur Bestimmung und zu verschiedenen Artengruppen wie Greifvögeln, Eulen, Falken und Watvögeln. Ob kompakter Einstieg oder vertiefendes Wissen: Für Vogelbegeisterte gibt es passende Angebote.

Tipp: Nach eurer ersten Meldung könnt ihr selbstverständlich weitere Beobachtungen dokumentieren – gerne jedes Mal, wenn ihr Kraniche beobachtet und fotografiert. Damit ihr eure Daten nicht nach jeder Meldung neu eingeben müsst, ruft über die drei weißen Linien auf der Aktionsseite das Menü auf und meldet euch an. Dabei könnt ihr auswählen, ob ihr angemeldet bleiben möchtet, auch wenn ihr die Seite schließt.

Ähnliche Arten erkennen

Es gibt einige Arten, die dem Kranich vor allem im Flug ähneln. Daher haben wir hier die häufigsten Verwechslungsarten und ihre auffälligsten Merkmale aufgeführt.

→ Graureiher (Ardea cinerea): Graues Gefieder, schwarze Schläfen, die Beine sind gelblich.

Graureiher (Ardea cinerea), (c) Roland Tichai/NABU-naturgucker.de
Graureiher (Ardea cinerea),
(c) Roland Tichai/NABU-naturgucker.de
Graureiher (Ardea cinerea) im Flug, (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Graureiher (Ardea cinerea) im Flug,
(c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de

→ Silberreiher (Ardea alba): Komplett weißes Gefieder, die Beine sind dunkel.

Silberreiher (Ardea alba), (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Silberreiher (Ardea alba),
(c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Silberreiher (Ardea alba) im Flug, (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Silberreiher (Ardea alba) im Flug,
(c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de

→ Weißstorch (Ciconia ciconia): Gefieder überwiegend weiß, Schwungfedern und Teile der Flügeloberseiten schwarz. Beine und Schnabel sind rot.

Weißstorch (Ciconia ciconia), (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Weißstorch (Ciconia ciconia),
(c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
Weißstorch (Ciconia ciconia) im Flug, (c) Hannelore Müller-Scherz/NABU-naturgucker.de
Weißstorch (Ciconia ciconia) im Flug,
(c) Hannelore Müller-Scherz/NABU-naturgucker.de

→ Schwarzstorch (Ciconia nigra): Schwarzes Gefieder, der Bauch ist weiß.

Schwarzstorch (Ciconia nigra), (c) Gerhard Burke/NABU-naturgucker.de
Schwarzstorch (Ciconia nigra),
(c) Gerhard Burke/NABU-naturgucker.de
Schwarzstorch (Ciconia nigra) im Flug, (c) Jutta Trentz/NABU-naturgucker.de
Schwarzstorch (Ciconia nigra) im Flug,
(c) Jutta Trentz/NABU-naturgucker.de

Ihr habt eine dieser Arten beobachtet? Auch sie können direkt über die Aktionsseite
→ Kranichzug gemeldet werden. Weitere Bestimmungsmerkmale und interessante Infos findet ihr in den Artporträts auf der Aktionsseite oder beim Klick auf die Artnamen.

Kraniche treten im Frühjahr und im Herbst ihren Zug zwischen den Winterquartieren und den Brutgebieten an. Es gibt daher zwei Haupt-Beobachtungszeiträume für unsere Meldeaktion: Einmal von Mitte Februar (02) bis Ende März (03) und einmal von Ende September (09) bis in den November (11). Natürlich sind uns auch alle weiteren Kranichbeobachtungen rund ums Jahr willkommen! Denn ein Teil der Großvögel verzichtet inzwischen auf den Zug in die Winterquartiere und bleibt in der kalten Jahreszeit in Mitteleuropa. Auch über diese sich verändernden Verhaltensweisen möchten wir etwas lernen.

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Vielleicht fragt ihr euch, weshalb ihr beim Melden eurer Beobachtungen euren Namen und eure E-Mail-Adresse angeben müsst. Das hat wichtige Gründe:

  1. Wir sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung des Urheberrechts zu befolgen. Das bedeutet, auf unserem Meldeportal dargestellte Beobachtungen, Bilder und Videos müssen mit den Namen der Melder*innen gekennzeichnet werden. Hintergrundinformationen dazu findet ihr in diesem → Beitrag zum Thema.
  2. Alle auf unserem Meldeportal veröffentlichten Beobachtungen, Bilder und Videos werden der Forschung und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. Bei der Auswertung der Daten kann es geschehen, dass sich Rückfragen zu einzelnen Sichtungen ergeben. Dafür ist es wichtig, dass wir euch per E-Mail erreichen können. Sollten eure Daten in einer wissenschaftlichen Publikation zitiert werden, erfolgt dies in der Regel wegen der Urheberrechtsvorgaben mit Namen; siehe dazu auch Punkt 1.

Grundsätzlich behandelt NABU|naturgucker eure personenbezogenen Daten sehr sorgsam und so, dass die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union erfüllt sind. Hier findet ihr unsere → Datenschutzerklärung.

Am besten lässt sich die Aktionsseite im Browser Ecosia bedienen. In anderen Browsern kann es zu längeren Ladezeiten etc. kommen. Nach einiger Zeit (meist ca. 15 Minuten) der Nichtbenutzung wird die Serversitzung automatisch beendet. Um die Aktionsseite weiter verwenden zu können, ladet sie einfach noch einmal neu.

Wenn ihr möchtet, dass eure aktuelle Position vom Smartphone automatisch ins Meldeformular übernommen werden kann, gebt dies bitte frei. Gegebenenfalls müsst ihr dazu die Datenschutzeinstellungen bzw. die Freigabe der Ortungsdienste an eurem Gerät bearbeiten. Auf dem iPhone ist es erforderlich, im Browser die Ortungsdienste freizugeben und in den Ortungsdiensten wiederum den Browser.

Unsere Aktionsseiten werden von NABU|naturgucker bereitgestellt. Falls ihr Hilfe bei der Bedienung der Aktionsseite benötigt, besucht bitte die → Hilfeseiten von NABU|naturgucker zu diesem Thema.

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