Seit 2020 ist der Biber in das Weserbergland zurückgekehrt. Mit seinen Dämmen und Burgen gestaltet er aktiv seinen Lebensraum und schafft dabei neue Lebensräume für zahlreiche andere Arten. Gleichzeitig führt seine Lebensweise immer wieder zu Konflikten, etwa wenn Flächen überflutet werden.
Um mehr Wissen über den Biber zu vermitteln und für seine ökologische Bedeutung zu sensibilisieren, hat die Schulgarten-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln den Biberaktionstag „Im Weserbergland sind die Biber los“ organisiert. Ziel war es, über die Lebensweise des Bibers zu informieren und für mehr Akzeptanz zu werben.
Der Biberaktionstag
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich zunächst intensiv mit der Biologie und Lebensweise des Bibers und besuchten ein Biberrevier. Anschließend entwickelten sie eigene Informations- und Mitmachangebote für den Aktionstag in der Hamelner Stadtgalerie.
Dazu gehörten unter anderem Informationsplakate, ein selbst gedrehter Film, ein Quiz, ein Biber-Gefahrenspiel, eine Ausstellung mit Präparat und Fraßspuren sowie kreative Angebote. Auch ein Biberhabitat aus Playmobil wurde nachgebaut. Unterstützt wurde die AG bei fachlichen Fragen von der Biber AG des NABU Hameln, Hessisch Oldendorf und Aerzen.
Ihr Wissen gaben die Schülerinnen und Schüler anschließend weiter: Für die 5. und 6. Klassen entwickelten sie ein Stationslernen zum Biber und führten es selbst im Biologieunterricht durch. Außerdem gestalteten sie eine Sondersendung für die Kindersendung „Lollipop“ beim Radio aktiv mit.

Unsere Erfolge
Der Biberaktionstag stieß auf großes Interesse. Viele Menschen informierten sich und nutzten die verschiedenen Angebote. Die Schülerinnen und Schüler traten selbst als Biberexpertinnen und -experten auf und konnten ihr Wissen direkt mit anderen teilen.
Für das Projekt wurde die Schulgarten-AG 2026 mit dem ZAP Artenschutzpreis ausgezeichnet. Außerdem erreichte sie den 2. Platz beim Fedor Strahl Jugendnaturschutzpreis des NABU Niedersachsen 2026.
Die Schulgarten-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln
Die Schulgarten-AG wird seit 2018 von Karin Hänel geleitet. Rund 20 bis 27 Kinder und Jugendliche treffen sich einmal wöchentlich in „Alberts Garten“, einem etwa 850 Quadratmeter großen Schulgarten. Neben dem Gemüseanbau beschäftigen sie sich mit Arten- und Naturschutz und setzen eigene Projekte um – beispielsweise zum Schutz von Amphibien, Hirschkäfern und Wildbienen.
Ziel der Schulgarten-AG ist es, junge Menschen für die Natur zu begeistern und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Arten und Lebensräumen zu vermitteln.
Die Schulgarten-AG im BiNeN-Netzwerk
Wir möchten uns im BiNeN-Netzwerk besonders mit anderen Schulgartenprojekten austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln. Gleichzeitig bringen wir gerne unsere Erfahrungen aus Umweltbildungs- und Artenschutzprojekten ein. Auch Schulen und Gruppen, die Unterstützung bei einem Naturschutzprojekt suchen, können sich gerne an uns wenden.
Hinweis: Für die Inhalte und Formulierungen auf den Netzwerkseiten sind die sich vorstellenden Organisationen verantwortlich. Zwar prüft naturgucker Niedersachsen die eingereichten Inhalte vor der Veröffentlichung auf naturengagement-niedersachsen.de, weist aber darauf hin, dass Ansichten und Sprachgebrauch im Einzelnen nicht zwangsläufig identisch sind mit denen von naturgucker Niedersachsen.
